Anbau auf dem Feld

Anfang Mai wird der Boden gepflügt und mit einer Kreiselegge bearbeitet, damit er feinkrümelig wird. Bevor wir mit dem Pflanzen beginnen, zäunen wir das Feld ein, denn für Rehe sind die jungen Erdbeerpflanzen eine Delikatesse.

 

Dann werden pro Hektrar (10.000qm) 30.000 Pflanzen gepflanzt. Diese Arbeit wird zwar mit einer Pflanzmaschine sehr erleichtert, allerdings muß jede Pflanze einzeln in die Maschine eingelegt werden. Wir kaufen unser Pflanzgut bei einem Vermehrungsbetrieb aus der Region.

 

Jetzt bekommen die kleinen Pflänzchen etwas hochwertigen Mineraldünger. Bei Trockenheit muß zusätzlich bewässert werden. Das Feld muß ab jetzt immer unkrautfrei gehalten werden - hartnäckige Unkräuter müssen per Hand gezogen werden. Auch wenn wir konventionell produzieren und Pflanzenschutzmittel einsetzten, gehen wir nur sehr sparsam damit um.

 

Während die kleinen Pflänzchen langsam zu großen Pflanzen heranwachsen, beginnen sie Ausläufer zu produzieren. Diese müssen regelmäßig entfernt werden, damit kein Anwurzeln stattfindet. Wenn man dies nicht beachtet, werden die Reihen sehr breit und die Pflückbarkeit ist im nächsten Jahr sehr schlecht. Außerdem können sich schneller Schimmelpize bilden,da die Reihen kaum abtrocken können.

 

Im Herbst sind die Erdbeerpflanzen zu großen ertragreichen Pflanzen herangewachsen und gehen dann in den Winterschlaf - wohlbemerkt ohne Ernte.

Ende Februar wird ein Teil der Frühsorten mit Vlies und Lochfolie zugedeckt. Die Sandsäcke wurden schon vorher verteilt. Dieser Arbeitsgang muß schnell gehen, denn er funktioniert nur bei Windstille.

 

Wenn die ersten Blüten sichtbar sind, wird die Abdeckung heruntergenommen, damit die Bienen die Blüten bestäuben können. Bei Nachtfrostankündigung muß das Vlies wieder über die Kulturen gezogen werden, denn Frost zerstört die empfindlichen Blüten. Tagsüber darf die Temperatur unter der Abdeckung nicht über 25 Grad ansteigen. Manchmal bedeutet das also: Tagsüber Vlies runter - Nachts Vlies rauf...

 

Jetzt streuen wir die Bestände mit Stroh ein, damit der Unkrautdruck reduziert wird, und vor allem damit die Erdbeeren schön sauber und trocken liegen.

 

Jetzt ist es Ende Mai, Erntezeit - schöne Zeit!

 

 


Anbau im Gewächshaus

Anfang Februar füllen wir knapp 7000 Stück 5-Liter-Töpfe mit einem Erdbeersubstrat und pflanzen vier sogenannte Wartebeetpflanzen in jeden Topf. Vier Töpfe pro Laufmeter stellen wir dann auf eine ca. 1.40m hohe Rinne, die an der Gewächshauskonstruktion aufgehängt ist. Danach wird jeder Topf mit einem Tropfer versehen, der die Pflanzen mit Wasser und Dünger versorgt.


Ab jetzt muß täglich die Bewässerung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden. Zu viel Hitze bedeutet Stress für die Pflanze und die Früchte bleiben relativ klein. Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt sehr schnell zu Pilzbefall.


Im April sind die kleinen Pflänzchen schon gut herangewachsen und fangen an zu blühen. Nun werden zwei Hummelvölker in das Gewächshaus gestellt, damit die Bestäubung gewährleistet ist.


Die einzelnen Blütenstiele werden jetzt per Hand aus dem Laub gezogen und an die Seiten auf das sogenannte Trossband gelegt, damit später die roten Erdbeeren nicht im Laub versteckt liegen, sondern alle in "Reih und Glied" zum abpflücken bereitliegen.


Anfang Mai beginnt unsere Ernte im Gewächshaus. Unsere Saisonarbeitskräfte pflücken im Stehen und legen die Früchte direkt in die Schalen, die auf einem Erntewagen in Steigen platziert sind.


Wenn die leckeren Früchte abgeernet sind, startet die Freilandsaison. Jetzt müssen alle Pflanzen wieder  aus dem Gewächshaus geräumt werden. Viel Handarbeit...